Wasserverunreinigung
Was sind Ursachen für Trinkwasserverunreinigung?
Trinkwasser ist die wichtigste Ressource bei jedem Outdoor Abenteuer. Selbst auf Nahrung kann für kurze Zeit verzichtet werden. Fehlendes Wasser jedoch bedeutet entweder Abbruch des Abenteuers oder sogar Lebensgefahr.
Besonders bei körperlicher Anstrengung oder in warmen Gegenden ist der Trinkwasserbedarf außerdem auch noch erhöht.
Trotzdem ist es oft keine Option Literweise Wasser zu transportieren. Und was ist mit Regen, Flüssen, Seen, Pfützen oder Meerwasser?
Das ist vorerst jedoch nicht trinkbar! Deshalb möchten wir dir in diesem Artikel erläutern, welche Gefahren bei verunreinigtem Trinkwasser entstehen können.
Aber sei beruhigt, egal woher das Wasser kommt: Wir machen Trinkwasser daraus!
1. Dreck
Jeder von uns kennt dieses offensichtliche Merkmal von verschmutztem Wasser: Dreck.
Von großen Stücken, bis zu feinen Schwebstoffen, die das Wasser trüben können. Die Schwebstoffe an sich sind nicht zwangsläufig besonders gesundheitsschädlich. Doch auf Ihrer Oberfläche konzentrieren sich die Krankheitserreger.
In den Poren der Schwebeteilchen sind die Krankheitserreger auch geschützt vor Wasseraufbereitungsmaßnahmen, wie UV-Strahlung oder Tabletten.
Um Wasser von solchen groben Verunreinigungen zu säubern werden Vorfilter eingesetzt. Erst danach kann das Filtrat wirksam aufbereitet werden.
Eine weitere Möglichkeit ist, es noch feineren Filtern zuzuführen. Das Vorfiltern verlängert so die Haltbarkeit der feineren Filter, da deren Poren nicht so schnell verstopfen.
2. Chemikalien
Chemikalien können gesundheitsschädlich sein oder zumindest den Geschmack des Wassers beeinflussen. Mit Aktivkohlefiltern können chemische Verunreinigungen vermindert werden. Aktivkohle hat eine mikroskopische Struktur mit einer riesigen Oberfläche. An dieser bleiben organische Verbindungen einfach hängen.
Solche Filter verringern die Konzentration allerdings nur und können Chemikalien nicht komplett entfernen. Chemische Verunreinigungen sollten daher durch eine geeignete Auswahl der Wasserquelle vermieden werden.
Medikamentenrückstände im Trinkwasser
Wieso sind Medikamentenrückstände im Wasser immer noch so ein großes Problem?
Es ist so, dass über die Entsorgung von Medikamenten über die Toilette oder den Urin die Stoffe ins Trinkwasser gelangen. Dies lässt sich leider nur bedingt vermeiden. Die Klärwerke bemühen sich zwar immer wieder das Wasser zu reinigen und die Rückstände zu entfernen, aber sie kommen hier teilweise auch an ihre Grenzen. Die vollständige Filterung ist annähernd unmöglich, denn Arzneimittelrückstände sind nur schwer abbaubar. Besonders Schmerzmittel sowie Röntgenkontrastmittel werden in annähernd allen Fließgewässern sowie Grundwässern gefunden wodurch immer wieder vereinzelt Rückstände im Trinkwasser nachgewiesen werden.
Dem Umweltbundesamt zufolge besteht hier zwar kein Risiko für die Gesundheit. Jedoch sollte dringend davon abgesehen werden, Medikamente über die Toilette zu entsorgen, um die Rückstände im Wasser so gering wie möglich zu halten.
Mikroplastik im Trinkwasser
Reinigungsmittel und Körperpflegeprodukte sind bis dato überwiegend nicht biologisch abbaubar. Hier entstehen große Schwierigkeiten, denn die Produkte gelangen in unser Abwasser, das mühevoll wiederaufbereitet werden muss. Silikone und Mikroplastiken aus Putzmitteln und Hygieneprodukten erschweren diese Prozedur erheblich und machen das hundertprozentige Herausfiltern des Mikroplastik annähernd unmöglich.
3. Blei oder andere Schwermetalle im Trinkwasser
Seit dem Jahr 2003 ist es nicht mehr erlaubt, Bleirohre in Trinkwasserinstallationen zu verbauen. In Altbauten sind diese jedoch nach wie vor zu finden. So gelangen noch immer Bleipartikel und andere Schwermetalle ins Trinkwasser, die zu erheblichen gesundheitlichen Schäden führen können. Insbesondere Schwangere und Säuglinge sind gefährdet. Das Schwermetall kann schon in geringer Dosis zur Gefahr werden.
4. Salz
Einen Spezialfall bildet Meerwasser. Salz ist nicht direkt eine Verunreinigung von Trinkwasser, sondern eine natürlich vorkommende Substanz im Meerwasser. Bei Aufbereitung von Salzwasser kommen spezielle Filtersysteme zum Einsatz.
5. Mikroorganismen
Doch auch ohne sichtbare Verunreinigungen kann Wasser voller Mikroorganismen, wie Bakterien, sein. Aber das muss eigentlich erstmal nicht schlimm sein.
Der menschliche Körper beherbergt mehr Bakterien als Körperzellen und lebt in friedlicher Symbiose mit ihnen. Jedoch ist nicht jeder Keim so friedfertig.
E.Coli, Salmonellen oder das Cholera-Bakterium zum Beispiel können sich rasant vermehren und krank machen. Außerdem gibt es noch parasitäre Einzeller wie Gardia, Lablien oder Kryptosporidien und Viren.
Mikroorganismen wie Bakterien oder Protozoen können durch einen feinporigen Wasserfilter aus Keramik abgefangen werden. Nur Viren sind in der Lage diese feinporigen Filter zu passieren.
Da sich Viren allerdings nicht außerhalb eines Wirtes vermehren besteht die Infektionsgefahr hauptsächlich in der Nähe eines besiedelten Gebietes, oder von Wasser das aus Siedlungsgebieten/Weidegründen abfließt.
Noch sicherer ist die Kombination mit einer chemischen Desinfektion, zum Beispiel mit Silberionen, Chlor oder UV-Strahlung. Diese töten, mit wenigen Ausnahmen, alle Mikroben ab.
Damit ihr mal eine Übersicht habt, welche Krankheitserreger es gibt, stellen wir euch diese vor. Aber keine Sorge – mit unseren Wasserfiltern, seid ihr dagegen gut gerüstet!
Protozoen (Amöbenruhr, Giardia, Lamblien, Kryptosporidien)
Tierische Einzeller mit einer Größe von 1 - 15 Mikron*, die wie Bakterien über tierische und menschliche Fäkalien ins Trinkwasser gelangen.
Diese hartschaligen Parasiten formen Zysten, die zu akuten Magen-Darm-Krankheiten beim Menschen führen
Üblich in ungefiltertem Oberflächenwasser. Wurden aber auch schon im Trinkwasser gefunden (Milwaukee, London, Sydney) Für eine Infektion genügt eine einzige Zelle.
* 1 Mikron = 0.001 Millimeter
Bakterien (E-Coli, Salmonellen, Cholera, Legionellen)
Einzeller mit einer Grösse von 0,2 - 5 Mikron*. Sie vermehren sich rasch in warmer Umgebung und vor allem im Wasser, je nachdem wie hoch das Nährstoffangebot ist. Diese Bakterien werden gefährlich, sobald sie mit menschlichen und tierischen Fäkalien zusammen ins Trinkwasser gelangen
Legionellen zum Beispiel sind im Wasser lebende Bakterien, die über winzige Wassertopfen eingeatmet werden – etwa beim Duschen. Sie können Krankheiten wie Lungenentzündung auslösen und vermehren sich bei einer Wassertemperatur zwischen 25 und 55 Grad Celsius.
Pseudomonaden finden im stehenden Leistungswasser optimale Lebensbedingungen. Dort bilden sich Biofilme, aus denen sich Nasskeime entwickeln, die zu Harnweginfekten führen können. Schädigungen des Nervensystems, Magen-Darm-Beschwerden und Nierenschäden sind hier unter Umständen die Folge.
Wusstet Ihr, dass mehr als 20.000 Menschen jährlich an einer durch Legionellen im Trinkwasser verursachten Lungenentzündung erkranken? Hauptsächlich vermehren sich Legionellen im Warmwasser, wie etwa in Klimaanlagen oder Trinkwasser-Installationen.
* 1 Mikron = 0.001 Millimeter
Viren (Hepatitis A, Norwalk-Virus, Rota-Virus, Polio-Virus)
Winzige Parasiten von 0,02 - 0,2 Mikron*. Diese können sich nur in lebenden Zellen vermehren, da sie keinen eigenen Stoffwechsel besitzen. Sie gelangen über tierische und menschliche Fäkalien ins Trinkwasser. In der Nähe von Siedlungsgebieten, wo Abwasser ins Trinkwasser gelangt
7. Wo ist es am sichersten?
Je nachdem, wo sich die Krankheitserreger befinden, ist die Gefahr einer Infektion am höchsten. Nachfolgendem haben wir Euch beschrieben, wo welche Infektionsgefahr vorliegt.
• Geringste Infektionsgefahr oberhalb der Weidegrenze
Das Risiko ist stark minimiert, da die Anzahl Keime im Wasser gering ist. Bäche entspringen in dieser Höhe meist direkt an der Quelle.
• Infektionsgefahr unterhalb der Weidegrenze
Intensive Weidebewirtschaftung erhöht die Belastung der natürlichen Gewässer mit Bakterien und Protozoen.
• Höchste Infektionsgefahr in der Siedlungszone
Unzureichende Abwasseraufbereitung in Siedlungsgebieten, Entwicklungsländern und zu schnell wachsenenden Metropolen gefährdet das Trinkwasser.
Doch welche Symptome treten beim Trinken von verunreinigtem Wasser auf?
Eine Trinkwasserverunreinigung kann die verschiedensten Symptome und Erkrankungen auslösen. Unterschieden wird hier meist zwischen akuten und chronischen Symptomen bzw. Erkrankungen:
Akut: Liegt zum Beispiel eine Trinkwasserverunreinigung mit Kolibakterien („Fäkalkeim“) vor, kann es innerhalb kurzer Zeit zu akutem Brech-Durchfall und Fieber kommen. Teilweise dauert es aber auch bis zu zehn Tage, bis sich die ersten Symptome zeigen.
Legionellen können lebensgefährliche Lungenentzündungen auslösen. Die Inkubationszeit (Zeitraum zwischen Infektion und ersten Symptomen) liegt hier bei 2 bis 10 Tagen. Das ebenfalls von Legionellen verursachte Pontiac-Fieber äußert sich durch grippeähnliche Symptome. Akute Vergiftungen durch Chemikalien können sich unter anderem durch Übelkeit, Erbrechen, Schwindel und Durchfall zeigen.
Chronisch: Wasserverschmutzungen durch Chemikalien und Schwermetalle führen oft erst nach einer langfristig erhöhten Aufnahme zu Symptomen bzw. Erkrankungen. Zu diesen können allerdings schwerwiegende Organ- und Nervenschäden gehören. So schädigt Blei das Nervensystem und Kupfer kann zu ernsthaften Nierenschäden führen.
Ihr seht, vieles kann Euer Trinkwasser verunreinigen und gefährlich für Euch sein. Aber Ihr müsst Euch keine Sorgen machen – mit den Trinkwasser Filter von Katadyn seit ihr für alle Gefahren gerüstet und könnt immer auf frisches Trinkwasser zugreifen!
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